Zigeunerwagenferien

Sehr geehrte Gäste

 

Wir bieten auf unserm Hof Zigeunerwagenferien Im Napfgebiet an. Dieses einmalige Abenteuer sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Einmal Ferien auf eine ganze andere Art zu machen und dabei die herrliche Natur, Flora und Fauna in unserem Napfbergland kennen zu lernen. Es besteht die Möglichkeit, 2 Tage, 3 Tage oder 6 Tage zu buchen. Buchungen können direkt bei EUROTREK Zürich Tel. 01 295 59 59 vorgenommen werden.

Gerne geben wir Ihnen auch persönlich Auskunft.

 

Fam. Markus & Beatrice Zemp

Gettnau

041 970 04 40






Instruktion

 

Auf dem Hof angelangt werden Sie begrüsst mit Apèro und erhalten eine ausführliche Instruktion zum Umgang mit dem Pferd und zur Handhabung eines Zigeunerwagens. Sie können die theoretisch beschriebenen Handgriffe gleich direkt am Pferd üben. So erhalten Sie ein gutes Gefühl und entwickeln einen ersten Bezug zu Ihrem Pferd.

 

Die Instruktion dauerte ca. 2 Stunden. Wir empfehlen Ihnen das Picknick für den ersten Tag bereits mit zu nehmen. Es besteht zudem die Möglichkeit, nach der Instruktion auf dem Hof Zemp zu Mittag zu essen (Voranmeldung nötig, Bezahlung vor Ort).


Unterwegs im Zigeunerwagen

 

1. Tag:

Zusammen mit der Instruktion erhalten Sie einen ausführlichen Routen- und Instruktionsbeschrieb sowie eine Karte der Umgebung. Sie beginnen Ihr Abenteuer mit einer Rundtour von ca. 10 km in der Umgebung des Hofes. Am Abend kehren Sie auf das Gelände des Hofes zurück. Sie campieren nicht in unmittelbarer Nähe des Hauses, können aber bei Fragen jederzeit Ihren Gastgeber aufsuchen.

 

Ab 2. Tag:

Sie geniessen das ungebundene Leben wie einst die Zigeuner im östlichen Europa. Am Abend machen Sie jeweils Station auf dem Gelände eines vorbestimmten Bauernhofes.  Sie leben und schlafen im Zigeunerwagen. Die Bauernfamilien sind über Ihr Kommen informiert und zeigen Ihnen, wo Sie das Pferd einstellen und sich frisch machen können.

 

Das Napfgebiet ist eine besondere Natur-Region und Sie haben nun die Gelegenheit, diese Gegend auf eine etwas andere Art zu erkunden. Einige Besonderheiten von Flora und Fauna finden Sie auf den folgenden Abschnitten:

 

Sagenumwoben

Zahlreich sind die Sagen, die sich entlang des Grenzpfades Napfbergland überliefert haben. Eine zum Beispiel erzählt von der Verwüstung der Nagelfluh: Durch einen Betrug unter Brüdern verwandelten sich die schattigen Wälder und blumigen Wiesen in unwirtliche Felshänge. Das Gestein zeigt noch heute deutliche Spuren von den Krallen des Teufels, der diese Verwüstungen hinterliess.

 

Kultur und Brauchtum

Bis in urgeschichtliche Zeiten zurück lässt sich immer wieder feststellen, dass an der Wasserscheide des Brünig, im Napfgebiet sowie am untersten Lauf von Reuss und Aare west- und mitteleuropäische Kulturräume aneinander grenzen. Diese uralte Kulturgrenze wirkt bis heute nach, unter anderem im unterschiedlichen Gebrauch der Jasskarten sowie in verschiedenen Viehrassen.

 

Gelände

Der Napf besteht zu einem grossen Teil aus Nagelfluh. Er entstand als Schuttfächer, den die Ur-Aare bei ihrem Austritt aus den Alpen ins Molassemeer des Mittellandes ablagerte. Mit diesem Geschiebe ist auch Gold aus den Berglagerstätten der Alpen ins Napfgebiet verfrachtet worden. Es kann heute noch als kleine, flache Flitterchen aus den meisten Bächen gewaschen werden.

Sicherheit unterwegs:

Trotz oder gerade wegen der vielen Naturschönheiten vergessen Sie bitte nicht, dass Sie mit einem Lebewesen unterwegs sind, welches es zu betreuen gilt und für dessen Umgang einige Regeln zu beachten sind.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit und zur besseren Kontrolle geht immer eine Person neben dem Pferd her und führt es am unter dem Zaum befestigten Halfter. Bei stärkeren oder längeren Steigungen oder bei Gefälle der Strecke bleibt nur der Kutscher auf dem Wagen. Alle anderen Reisenden gehen neben oder hinter dem Wagen her - das entlastet das Pferd beim Ziehen.

Sie sind meist auf verkehrsarmen Nebenstrassen unterwegs. Wo sich ein Überkreuzen oder ein Fahren auf einer grösseren Strasse nicht vermeiden lässt, halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Beim Abbiegen über die Gegenfahrbahn muss mindestens eine Person den Wagen verlassen und wenn nötig den Verkehr sichern.

 

Unterkunft

Sie übernachten in Ihrem Zigeunerwagen, welcher komplett zum Schlafen und Kochen ausgerüstet ist: 1 klappbarer Tisch mit 2 Seitenbänken, 4 - 5 Schlafplätze – 2 - 3werden aus dem Tisch und den Bänken gemacht, 2 weitere Schlafkojen aus Segeltuch befinden sich unter der Decke.

Ausserhalb des Wagens befindet sich eine ausklappbare Kochgelegenheit, die Kochutensilien werden in einem Behälter unter dem Wagen mitgeführt.

Zur Verfügung stehen Ihnen des weiteren Gaskocher, Gaslampe, Kühlbox, Grillrost, Geschirr, Abwaschbecken, 20 l-Wassertank.

Ebenfalls ausserhalb des Wagens befindet sich eine einfache Duschvorrichtung.

 

Stationen

In der Schweiz ist es nicht gestattet, wild zu campieren. Deswegen haben wir für Sie Bauernhöfe ausgesucht, auf deren Gelände Sie Ihren Wagen über Nacht abstellen können. Ihr Pferd erhält dort ebenfalls einen Stallplatz und Futter.

Gegen eine Gebühr von CHF 30.- pro Wagen können Sie die bestehenden sanitären Anlagen nutzen.

 

Verpflegung

Im Reisepreis sind keine Mahlzeiten inbegriffen. Falls Sie einmal nicht selber kochen möchten, können Sie sich bei Ihren Gastfamilien für das Abend- oder Morgenessen anmelden. Im Sommer gibt es auf den Bauernbetrieben vor allem zur Heuernte sehr viel zu tun, deswegen kann es vorkommen, dass die Familie nicht die Zeit findet, Ihnen eine Mahlzeit zu kochen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

 

Einige Stationen befinden sich am Rande eines Dorfes, wo Sie sich auch in den lokalen Restaurants verpflegen können.

Die Adressen der Restaurants entnehmen Sie ebenfalls Ihrem Routenbeschrieb.

 

Ihre Einkäufe erledigen Sie jeweils am Morgen VOR DER ABFAHRT. Sie haben Gelegenheit, sich mit Nahrungsmitteln direkt vom Bauernhof einzudecken. In einigen Ortschaften ist es möglich, unterwegs Einkäufe zu tätigen.

 

Anreise an oder vor Sonn- und Feiertagen

Bitte achten Sie darauf, dass Sie bei Anreise an Samstagen/Sonn- oder Feiertagen genügend Proviant für den 1. und evt. den Folgetag mitbringen. Die Einkaufsmöglichkeiten an Feiertagen sind sehr beschränkt.

 

Hunde

Sie können Ihren vierbeinigen Liebling gerne auf die Reise mitnehmen. Beachten Sie dabei die Instruktionen und die örtlich geltenden Anbinde-Vorschriften.

 

Sie können Ihren Hund aber auch auf dem Hof der Familie Zemp in Pension geben – er wird dort während Ihrer Abwesenheit von professionellen Tierpflegern im Rahmen der zum Hof gehörenden Hundepension betreut. Der Aufenthalt in der Hundepension kostet CHF 20.- pro Hund und pro Tag exkl. MWST.


Ausrüstungsliste

Wir empfehlen Ihnen, Ihr Gepäck auf das Notwendigste zu beschränken. Verzichten Sie auf Koffer - weiche Taschen oder Rucksäcke sind besser geeignet! Sie benötigen für diese Reise insbesondere:

 

Aufzählung

Warme Kleidung (ev. Faserpelz)

Aufzählung

Handschuhe (bei kühler Witterung und als Schutz für das Führen der Zügel)

Aufzählung

Guter Regenschutz

Aufzählung

Gutes, starkes Schuhwerk und ein paar leichte Schuhe für den Abend (z.B. Turnschuhe)

Aufzählung

Badesachen

Aufzählung

Sonnenschutz, Sonnenbrille

Aufzählung

Taschenlampe, Taschenmesser, Geschirrtücher

Aufzählung

Taschenapotheke

Aufzählung

Schlafsack

Aufzählung

Kissen

Aufzählung

Gewürze und Proviant


Ihr Pferd

Während Ihrer Reise mit dem Zigeunerwagen übernehmen Sie die Fütterung, die Pflege und das Ausmisten des Ihnen anvertrauten Pferdes. Die Pferde wurden für die Zugarbeit besonders ausgebildet und getestet. Die Tinker, so heisst die Rasse des Pferdes, welches Ihren Wagen zieht, sind seit langer Zeit bekannt als gute Zugpferde und leisteten schon in frühen Zeiten den Fahrenden gute Dienste. Das Pferd hat harte Zugarbeit zu leisten; daher verdient es am Ende des Tages eine Ruhepause, in der es sich erholen kann. Lassen Sie es deshalb in Ruhe fressen und trinken.

 

Wagen

Tragen Sie Sorge zum Zigeunerwagen, er ist für die nächsten Tage Ihr zu Hause. Sie müssen den Wagen am Ende Ihrer Reise nicht reinigen. Wir bitten Sie jedoch, diesen so abzugeben wie Sie ihn auch antreffen möchten.

Versicherung

Bei dieser Art von Reise empfehlen wir Ihnen, Ihre Haftpflichtversicherung zu überprüfen und sicherzustellen, dass Sie über eine "Haftpflichtversicherung mit Tierhalterhaftung" verfügen (Deckung gegenüber Schäden verursacht an Dritten. Normalerweise ist dieser Artikel in einer üblichen Haftpflichtversicherung inbegriffen). Wir machen Sie jedoch darauf aufmerksam, dass Sie für Schäden am Wagen - verursacht durch unsachgemässe Behandlung - selbst verantwortlich sind und an Ort und Stelle nach der Fahrt für allfällige Reparaturarbeiten aufkommen müssen. Ansonsten erfolgt die Fahrt auf eigenes Risiko.

Notfalltelefon

 

Sollten Sie unvorhergesehenerweise in Schwierigkeiten geraten (Reifenpanne, Hufeisen verloren etc.), rufen Sie bitte sofort  an. Wir werden dieses Problem so schnell wie möglich beheben.

 

Notfallnummern:              Hunde- und Katzenpension Zemp            041 970 04 40

                                           Markus oder Beatrice Zemp verlangen

                                             Pikett-Natel                                                  079 594 40 25

                                           (während Ihrer Reise 24h in Betrieb)